

Kurzfazit: Goldman Sachs Goldpreis-Prognose 2026: Die US-Investmentbank hält ihr Jahresziel von 4.900 USD/oz fest — trotz der überraschenden Fed-Zinserhöhung im September. Zentralbanken kaufen weiterhin monatlich rund 70 Tonnen Gold, die 10-jährige US-Staatsanleihe rentiert nahe 5,20 % und drückt kurzfristig auf den Preis. Mittel- bis langfristig sehen Goldman Sachs und andere Häuser Gold strukturell im Aufwärtstrend. Stand: 28.09.2026.
Goldman Sachs hält an seinem Goldpreisziel von 4.900 US-Dollar je Feinunze für Ende 2026 fest — und das trotz eines turbulenten Septembers. Am 20. September 2026 erhöhte die US-Notenbank Federal Reserve überraschend den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Es war die erste Zinserhöhung seit 2023 — und sie schickte den Goldpreis kurzfristig auf rund 4.200 USD/oz. Die Rohstoffanalysten Lina Thomas und Daan Struyven von Goldman Sachs bekräftigten jedoch: Der strukturelle Aufwärtstrend für Gold bleibt intakt.
Die Geschichte des Goldman-Sachs-Goldpreisziels 2026 ist eine des Auf und Ab: Im Januar 2026 hatte das Haus seine Prognose von 4.900 auf 5.400 USD angehoben — begründet mit beschleunigten Zentralbankkäufen und einer erwarteten Fed-Zinswende. Im Juni 2026 revidierte Goldman Sachs das Ziel dann auf 4.900 USD zurück, nachdem die Wahrscheinlichkeit neuer Fed-Zinserhöhungen gestiegen war. Jetzt, nach der tatsächlichen Zinserhöhung im September, bleibt das Haus bei 4.900 USD — ein deutliches Signal, dass die langfristigen Treiber stärker gewichtet werden als kurzfristige Zinsrisiken.
1. Zentralbanken kaufen unverdrossen: Das zentrale Argument von Goldman Sachs ist die anhaltend hohe Nachfrage der Notenbanken weltweit. Monatlich kaufen Zentralbanken schätzungsweise 70 Tonnen Gold — China, die Türkei, Polen und andere Schwellenländer diversifizieren ihre Währungsreserven systematisch weg vom US-Dollar. Laut World Gold Council wurden allein 2025 über 1.000 Tonnen netto gekauft. Dieser Trend ist strukturell und unabhängig von kurzfristigen Zinsentscheidungen der Fed.
2. Geopolitik und Entdollarisierung: In einer multipolaren Welt mit wachsenden geopolitischen Spannungen — Nahostkonflikt, Ukraine, US-China-Rivalität — steigt die Nachfrage nach dem ultimativen sicheren Hafen. Gold ist nicht von einem Emittenten abhängig, kann nicht eingefroren oder sanktioniert werden und hat keine Gegenpartei. Das macht es zum bevorzugten Asset für staatliche Akteure, die ihre Dollar-Abhängigkeit reduzieren wollen.
3. Hedging-Nachfrage von Investoren: Goldman Sachs verweist in seiner Analyse auf ein weiteres Element: Anleger, die Gold-Derivate zum Absichern von Portfoliorisiken einsetzen, könnten den Preis über das Jahresziel hinaus treiben. Die steigende Unsicherheit um den Fed-Kurs macht solche Hedges attraktiver — was zusätzlichen Kaufdruck erzeugt.
Die Zinserhöhung der Fed auf 3,75 bis 4,00 Prozent am 20. September 2026 hat die Goldmärkte kurzfristig unter Druck gesetzt. Steigende Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten des Goldhaltens — denn Gold zahlt keine Zinsen oder Dividenden. Die 10-jährige US-Staatsanleihe rentiert derzeit nahe 5,20 Prozent, die 30-jährige erreichte ein 22-Jahres-Hoch. Solche Renditen machen festverzinsliche Anlagen kurzfristig attraktiver als das gelbe Metall.
Dennoch: Historisch hat Gold auch in Phasen steigender Zinsen langfristig Gewinne erzielt, wenn die Inflation hoch blieb oder geopolitische Risiken dominierten. Goldman Sachs betont, dass der Markt bereits einen weiteren Zinsschritt eingepreist hat — und das Aufwärtspotenzial bei einer Pause der Fed erheblich wäre.
| Bank | Goldpreis-Ziel 2026 | Begründung |
|---|---|---|
| Goldman Sachs | 4.900 USD/oz | Zentralbankkäufe, Entdollarisierung |
| J.P. Morgan | bis 6.000 USD/oz | Struktureller Bullenmarkt, geopolitische Prämie |
| HSBC | 5.000 USD/oz | Nachfrage institutioneller Investoren |
| Bank of America | 5.000 USD/oz | Dollar-Schwäche, Fiskaldefizite |
Der Konsensus der großen Investmentbanken zeigt: Alle erwarten Gold über dem aktuellen Niveau von rund 4.149 USD/oz — die Spanne reicht von 4.900 USD (Goldman Sachs) bis 6.000 USD (J.P. Morgan). Das ist bemerkenswert, da Analysten selten so einheitlich bullish für einen Rohstoff sind.
Gold notiert am 28. September 2026 bei rund 4.149 US-Dollar je Unze — nach einem Rücksetzer infolge der Fed-Entscheidung. Gemessen am Jahresanfang entspricht das immer noch einem Plus von rund 8 Prozent. Vor zwei Jahren, im Herbst 2024, stand Gold noch bei rund 2.600 USD/oz — die Wertsteigerung der letzten zwei Jahre beträgt also etwa 60 Prozent. Mehr zur langfristigen Wertentwicklung von Gold im Spargold-Glossar.
Die kurzfristige Schwäche durch den Fed-Schock ist aus Sicht vieler Analysten eine Kaufgelegenheit: Strukturelle Treiber wie Zentralbankkäufe, Entdollarisierung und geopolitische Unsicherheiten sind weiterhin intakt. Goldman Sachs sieht genau hier das Potenzial — von 4.149 auf 4.900 USD wären das noch rund 18 Prozent.
Goldman Sachs Goldpreis-Prognose für 2026 lautet 4.900 USD/oz — ein Ziel, das die Bank trotz Fed-Zinserhöhung und steigender Treasury-Renditen bestätigt. Die Treiber sind strukturell: Zentralbanken kaufen monatlich Dutzende Tonnen, geopolitische Spannungen bleiben erhöht, und die Diversifizierung weg vom US-Dollar setzt sich fort. Kurzfristige Zinsdruck-Phasen sind aus historischer Sicht oft Einstiegsgelegenheiten für langfristig orientierte Anleger. Wer jetzt physisches Gold spart, steigt zu einem Preis ein, den Goldman Sachs langfristig als Kaufniveau betrachtet. Weitere Informationen im Spargold-Blog.
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Goldman Sachs hält sein Jahresziel von 4.900 US-Dollar je Feinunze für Ende 2026. Das Ziel wurde im Juni 2026 von 5.400 auf 4.900 USD gesenkt, nachdem die Wahrscheinlichkeit neuer Fed-Zinserhöhungen gestiegen war.
Goldman Sachs senkte sein Ziel von 5.400 auf 4.900 USD, weil die Federal Reserve überraschend Zinserhöhungen signalisierte. Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten des Goldhaltens, da festverzinsliche Anlagen attraktiver werden.
Schätzungsweise rund 70 Tonnen monatlich — laut Analysen von Goldman Sachs und dem World Gold Council. 2025 wurden über 1.000 Tonnen netto von Notenbanken weltweit gekauft, vor allem aus China, der Türkei und Polen.
Kurzfristig ja — steigende Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten. Langfristig haben sich Zentralbankkäufe, Geopolitik und Entdollarisierung als stärkere Treiber erwiesen. Goldman Sachs bestätigt das 4.900-USD-Ziel trotz der Zinserhöhung.
Alle Preisangaben beziehen sich auf den Stand vom 28.09.2026. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Edelmetalle sind mit Risiken verbunden.