

5 Euro.
Damit kann man heute kaum noch ein Mittagessen bezahlen.
Für einen klassischen Goldbarren reicht es erst recht nicht.
Und trotzdem kann man mit diesem Betrag bereits anfangen, physisches Gold zu erwerben.
Die Wilhelmshavener Zeitung berichtet aktuell über ein Unternehmen aus Jever, das genau diese Idee verfolgt:
Das Interessante daran ist nicht nur die niedrige Einstiegssumme.
Dahinter steckt eine grundsätzliche Frage:
Muss physisches Gold eigentlich etwas für Menschen mit viel Vermögen sein?
Wer einen großen Goldbarren kauft, erhält normalerweise einen günstigeren Preis je Gramm als jemand, der sehr kleine Einheiten kauft.
Das ist logisch.
Produktion, Verpackung, Transport, Prüfung und Handel verursachen Kosten.
Bei einem kleinen Barren verteilen sich diese Kosten auf wesentlich weniger Gold.
Das führt zu einem paradoxen Effekt:
Für regelmäßiges Sparen ist das nicht optimal.
Genau hier setzt Spargold an.
Das Prinzip ist ein anderes.
Viele kleine Investitionen werden gebündelt.
Spargold kauft physische Edelmetalle in größeren Einheiten.
Der einzelne Kunde erwirbt daran entsprechend seinem Investment Eigentum.
Das bedeutet:
Wer 5 Euro investiert, bekommt selbstverständlich keinen 5-Euro-Goldbarren nach Hause geschickt.
Er besitzt einen entsprechenden Anteil an tatsächlich vorhandenem physischen Edelmetall.
Die Bestände werden nach Angaben von Spargold zu 100 Prozent allokiert verwahrt. Spargold
Hier wird die Geschichte international.
Spargold hat seinen Unternehmenssitz in:
Jever.
Die Edelmetalle liegen dagegen rund 10.000 Kilometer entfernt:
Genauer:
im Hochsicherheitslager The Reserve.
Dort werden Gold, Silber und Platin professionell gelagert.
Nach Angaben von Spargold sind die Bestände physisch vorhanden, versichert und werden regelmäßig auditiert. Spargold
Warum Singapur?
Weil Diversifikation nicht zwingend bei der Auswahl des Vermögenswertes aufhört.
Sie kann auch die Frage umfassen:
Auf den ersten Blick durchaus.
Gold ist wahrscheinlich einer der ältesten Vermögenswerte der Menschheit.
Eine App gehört zu den jüngsten Wegen, Vermögen zu verwalten.
Bei Spargold treffen beide Welten aufeinander.
Der Kunde sieht seine Bestände digital.
Er kann kaufen und verkaufen.
Er kann einen Sparplan einrichten.
Aber hinter der digitalen Benutzeroberfläche soll eben kein rein digitales Goldversprechen stehen.
Sondern:
Das ist der entscheidende Unterschied.
Dieser Punkt ist wichtig.
Der Goldpreis kann steigen.
Er kann aber auch fallen.
Silber schwankt historisch teilweise noch wesentlich stärker.
Wer heute Gold kauft, hat keine Garantie, es morgen oder in einem Jahr zu einem höheren Preis verkaufen zu können.
Gold zahlt zudem:
keine Zinsen.
Und:
keine Dividende.
Es ist deshalb falsch, physisches Gold mit einer risikolosen Geldanlage gleichzusetzen.
Physisches Gold ist keine Forderung gegenüber einem Schuldner.
Eine Aktie ist eine Beteiligung an einem Unternehmen.
Eine Anleihe ist eine Forderung.
Ein Bankguthaben ist rechtlich ebenfalls eine Forderung gegenüber einer Bank.
Ein physischer Goldbarren dagegen ist:
Genau deshalb wird Gold seit Jahrhunderten auch als Instrument der Vermögensdiversifikation verwendet.
Nicht weil sein Preis niemals fällt.
Sondern weil es sich strukturell von vielen anderen Finanzanlagen unterscheidet.
Hier wird es noch interessanter.
Silber ist gleichzeitig:
Edelmetall
und
Industriemetall.
Es wird unter anderem in Elektronik, Photovoltaik, Automobilen und zahlreichen elektrischen Anwendungen eingesetzt.
Dadurch besitzt Silber eine andere Angebots- und Nachfragestruktur als Gold.
Und typischerweise:
Wer Gold und Silber gleichsetzt, übersieht deshalb einen wesentlichen Unterschied.
Vielleicht liegt gerade darin die eigentlich interessante Innovation.
Die Idee des regelmäßigen Sparens ist uralt.
Früher wanderte das Geld ins Sparschwein.
Später auf das Sparbuch.
Heute automatisieren Millionen Menschen ETF-Sparpläne.
Warum sollte das gleiche Prinzip nicht auch für physische Edelmetalle funktionieren?
Zum Beispiel:
5 Euro.
25 Euro.
50 Euro.
100 Euro.
Regelmäßig.
Nicht als Spekulation auf den Goldpreis der kommenden Woche.
Sondern als langfristiger Aufbau eines zusätzlichen Vermögensbausteins.
Der Goldbarren selbst wird dadurch nicht digital.
Nur sein Zugang.
Das ist ein entscheidender Unterschied.
Denn Digitalisierung muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass auch der zugrunde liegende Vermögenswert nur noch digital existiert.
Bei Spargold lautet die Idee:
Fintech klingt normalerweise nach:
Frankfurt.
Berlin.
London.
Zürich.
Oder Singapur.
Spargold sitzt dagegen:
Von dort aus wird eine App betrieben, über die Kunden physische Edelmetalle kaufen können, die wiederum in einem Hochsicherheitslager in Singapur verwahrt werden.
Regionaler könnte der Unternehmenssitz kaum sein.
Internationaler könnte die Infrastruktur kaum sein.
Nicht weil 5 Euro bereits Vermögensschutz garantieren.
Das tun sie selbstverständlich nicht.
Sondern weil diese Einstiegssumme eine psychologische und wirtschaftliche Barriere beseitigt.
Man muss nicht erst vermögend sein, um mit dem Aufbau physischen Edelmetallbesitzes zu beginnen.
Genau das ist die Idee hinter Spargold:
Das Smartphone übernimmt die Verwaltung.
Das Edelmetall bleibt physisch.
Und aus einer jahrtausendealten Form der Vermögensaufbewahrung wird ein moderner Sparplan.
5 Euro sind kein Vermögen.
Aber sie können ein Anfang sein.
Bleiben Sie weitsichtig.
Ihr
Helge Peter Ippensen