Der Silberwürfel – wie viel Silber gibt es wirklich?
🪙 Der Silberwürfel – wie viel Silber gibt es wirklich?
Stellt man sich alles Silber vor, das die Menschheit jemals aus der Erde gefördert hat, und gießt es zu einem einzigen Körper, entsteht ein Würfel mit einer Kantenlänge von etwa 54 Metern.
Ein einzelnes Objekt.
Überschaubar.
Fast beruhigend.
Doch dieser Würfel existiert nur in unserer Vorstellung.
Silber ist nicht „da“ – es ist verteilt
In der Realität ist Silber nicht konzentriert, sondern weit verstreut:
als Münzen und Barren in Tresoren, vor allem aber in technischen Anwendungen – in Elektronik, Medizin, Solarenergie, Batterien, Wasseraufbereitung und vielen weiteren Bereichen.
Ein erheblicher Teil dieses Silbers ist:
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fest verbaut,
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im Gebrauch verschlissen,
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oder nur mit hohem technischem und wirtschaftlichem Aufwand wiederzugewinnen.
Silber verschwindet damit teilweise dauerhaft aus dem verfügbaren Bestand.
Wertanlage und Rohstoff zugleich
Silber nimmt unter den Edelmetallen eine besondere Rolle ein.
Es ist Wertträger und Industrierohstoff zugleich.
Während Gold fast ausschließlich gehortet wird, wird Silber verbraucht.
Es zirkuliert nicht endlos – ein Teil davon geht verloren.
Genau darin liegt der entscheidende Unterschied.
Was der Silberwürfel sichtbar macht
Der gedankliche Silberwürfel führt uns eine zentrale Wahrheit vor Augen:
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Die Gesamtmenge an gefördertem Silber wirkt groß.
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Die tatsächlich verfügbare Menge ist es nicht.
Je stärker Silber industriell genutzt wird, desto knapper wird der Teil, der als physische Anlage überhaupt noch zur Verfügung steht.
Ein Ausgangspunkt, kein Schlussstrich
Der Silberwürfel ist kein Argument, sondern ein Denkmodell.
Er markiert den Ausgangspunkt für eine größere Frage:
Was bedeutet diese besondere Knappheit für Silber als physische Anlage?
In den nächsten Beiträgen geht es genau darum –
und darum, warum man Silber nicht isoliert betrachten sollte, sondern immer im Zusammenhang mit Nutzung, Verfügbarkeit und anderen Sachwerten.
