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Königswasser, Nobelpreise und die Chemie des Widerstands: Wie Gold 1940 „verschwand“

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Helge Ippensen
23. Januar 2026
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Königswasser, Nobelpreise und die Chemie des Widerstands: Wie Gold 1940 „verschwand“

Gold gilt als „unzerstörbar“. Es rostet nicht, korrodiert kaum und reagiert mit vielen Stoffen praktisch gar nicht. Genau diese Trägheit macht Gold bis heute zum Symbol für Beständigkeit – und in unsicheren Zeiten auch zu einem Rohstoff, der besonders beobachtet wird. Umso faszinierender ist, dass es eine klassische Flüssigkeit gibt, die Gold tatsächlich bezwingen kann: Königswasser.

Am 9. April 1940, dem Tag des Einmarschs deutscher Truppen in Kopenhagen, lagerten im Umfeld von Niels Bohr zwei Nobelpreis-Medaillen aus Gold: die Auszeichnungen von Max von Laue (1914) und James Franck (1925). Beide Medaillen waren mehr als Metall; sie waren Belege für Namen, Haltung und Herkunft – und damit in einer Diktatur potenziell lebensgefährlich. Der Plan, Gold einfach zu verstecken, war riskant. Also entschied man sich für eine Lösung, die nicht politisch war, sondern chemisch.

Bohrs Kollege George de Hevesy schlug vor, die Medaillen nicht zu verstecken, sondern aufzulösen. Was nach einem Akt der Zerstörung klingt, war in Wahrheit ein Akt der Bewahrung. Denn Gold verschwindet nicht – es wechselt den Zustand.

Königswasser ist ein Gemisch aus konzentrierter Salpetersäure und Salzsäure, klassisch etwa im Verhältnis 1 zu 3. Jede Säure für sich greift Gold kaum an. Zusammen entsteht jedoch ein chemischer Mechanismus, der Gold aus seiner Trägheit löst: Salpetersäure sorgt für die Oxidation, Salzsäure liefert Chloridionen, die entstehende Goldionen sofort binden und stabilisieren. Das Ergebnis ist eine gelblich bis orangefarbene Lösung, in der Gold nicht mehr als Metall sichtbar ist, sondern in gelöster Form vorliegt.

Genau diese Unscheinbarkeit wurde im Frühjahr 1940 zum Schutzschild. Bei späteren Inspektionen fand man kein Goldstück, keine Medaille, keinen eindeutigen Beweis – nur ein Laborgefäß mit Flüssigkeit. Die Nobelpreise waren da, aber nicht mehr erkennbar.

Nach dem Krieg kehrte de Hevesy zurück, gewann das Gold aus der Lösung zurück und übergab es der Nobelstiftung. Neue Medaillen wurden geprägt. Die Geschichte ist deshalb so stark, weil sie Gold nicht romantisiert, sondern greifbar macht: Gold ist Wert, weil es selten und akzeptiert ist – und weil es physisch stabil bleibt, selbst wenn es vorübergehend unsichtbar wird.

Auch der Aufbau der Nobelpreis-Medaillen ist dabei ein spannendes Detail. Heute bestehen die Medaillen in den klassischen Kategorien aus 18-karätigem, recyceltem Gold und sind zusätzlich mit 24-karätigem Gold plattiert; das Zielgewicht liegt bei 175 Gramm. Damit wird sichtbar, wie eng Geschichte, Symbolik und Material zusammenhängen – bis hin zu Grammangaben, die man messen kann.

Tabelle 1: Goldpreis-Momentaufnahme (20.01.2026)

Kennzahl USD je Feinunze EUR je Feinunze
Aktuell (20.01.2026) 4.758,55 4.059,35
Tageshoch 4.766,24 4.065,30
Tagestief 4.660,48 4.004,80
Veränderung ggü. Vortag +87,66 +49,35

Tabelle 2: Nobelpreis-Medaille in Zahlen

Merkmal Wert
Material (heute) 18-karätiges, recyceltes Gold, 24-Karat plattiert
Zielgewicht (klassische Medaillen) 175 g
Rechenwert Goldanteil (18K = 75%) ca. 131,25 g
Durchmesser 66 mm

Wenn Gold heute wieder Rekorde markiert, wird oft über Sicherheit gesprochen. Die Episode aus Kopenhagen zeigt eine seltene, fast poetische Wahrheit hinter der Physik: Gold ist nicht nur Schmuck oder Investment. Es ist Chemie, Geschichte – und manchmal die eleganteste Tarnung der Welt.

Bleiben Sie weitsichtig Ihr Helge Peter Ippensen

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