Der Februar hat gerade erst begonnen, aber die Nerven am Edelmetallmarkt liegen blank. Innerhalb weniger Tage erlebten Anleger eine Achterbahnfahrt der Gefühle, wie sie im Buche steht. Nach einem fulminanten Rekordlauf im Januar folgte der heftige Rücksetzer. Doch während Skeptiker bereits das Ende der Rallye herbeisehnten, sorgt nun eine US-Großbank für Schlagzeilen, die das Herz jedes Gold-Bugs höher schlagen lassen.
Anfang dieser Woche rutschte der Goldpreis überraschend auf ein Monatstief von 4.403 US-Dollar ab. Ein herber Schlag, wenn man bedenkt, dass erst Tage zuvor das Allzeithoch bei 5.594 Dollar markiert wurde. Silber traf es noch härter: Ein Einbruch von 27 Prozent an einem einzigen Tag – ein historisches Debakel für kurzfristige Spekulanten.
Experten wie Ronald Gehrt von Lynx Broker sehen die Ursache in einer marktinternen Bereinigung. Zu viele "schwache Hände" hatten mit extrem hohen Hebeln auf steigende Kurse gewettet. Als die Preise leicht nachgaben, zwangen Nachschusspflichten (Margin Calls) die Händler zu Notverkäufen, was den Absturz wie eine Lawine beschleunigte. Hinzu kam ein erstarkender US-Dollar nach der Nominierung von Kevin Warsh als neuem Fed-Chef unter Donald Trump.
Doch wer glaubt, die Story sei damit beendet, unterschätzt die langfristigen Kräfte. Unmittelbar nach dem Tief folgte eine kräftige Gegenbewegung: Gold verbuchte mit einem Plus von 5,9 Prozent den größten Tagesgewinn seit der Finanzkrise 2008.
Inmitten dieser Volatilität lässt eine neue Analyse von JP Morgan aufhorchen. Die Strategen um Nikolaos Panigirtzoglou haben die Modelle bis zum Ende des Jahrzehnts aktualisiert. Ihr Fazit ist eindeutig: Der Aufwärtstrend ist fundamental gesund.
Neben den mathematischen Modellen bleiben die geopolitischen Realitäten der stärkste Treiber. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Sorgen um die Stabilität des Papiergeldes (Fiat-Währungen) machen Gold zum unverzichtbaren "Sicherheitsanker". Während Aktienmärkte bei Zinssprüngen zittern, bietet das physische Edelmetall den Schutz, den kein Algorithmus ersetzen kann.
| Faktor | Auswirkung auf Gold |
|---|---|
| Geopolitik | Steigende Nachfrage nach Krisenschutz |
| Zentralbanken | Diversifikation weg vom US-Dollar |
| Private Anleger | Erhöhung der Goldquote im Portfolio |
Der jüngste Kursrutsch war schmerzhaft für Spekulanten, aber ein Segen für strategische Investoren. Er hat die "Blase" entlüftet und bietet nun ein solideres Fundament für den Weg Richtung 8.000 Dollar. In einer Finanzwelt, die zunehmend von digitalen Versprechen und volatilen Krypto-Assets geprägt ist, bleibt das physische Gold der Fels in der Brandung.
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Bleiben Sie weitsichtig
Ihr Nils Gregersen
