Goldpreis aktuell über 4.400 $ – Warum Zentralbanken jetzt flüchten
Es ist ein historischer Montag an den Finanzmärkten: Wer den Goldpreis aktuell verfolgt, wird Zeuge einer beispiellosen Entwicklung. Erstmals in der Geschichte hat das Edelmetall die Marke von 4.400 US-Dollar durchbrochen. Doch anders als bei früheren Rallyes treibt diesmal nicht nur die Gier privater Anleger den Kurs – es ist eine Flucht der Staaten selbst. Wir analysieren das Misstrauen gegenüber dem Dollar und zeigen, wer jetzt am meisten Gold bunkert.
Ein Jahr der Rekorde: Gold schreibt Geschichte
Zum 51. Mal in diesem Jahr markieren die Ticker an den Weltbörsen ein neues Allzeithoch. In der Spitze kletterte der Preis für eine Feinunze am Montagmorgen auf 4.420 US-Dollar. Damit summiert sich das Plus seit Jahresbeginn auf beeindruckende 68 Prozent.
Doch hinter den grünen Vorzeichen verbirgt sich eine tiefere Botschaft: Das globale Finanzsystem ist im Umbruch.
Der wahre Treiber: Die Flucht aus dem Dollar
Während US-Konjunkturdaten und Zinssenkungen der Fed das tägliche Auf und Ab bestimmen, findet im Hintergrund eine tektonische Verschiebung statt: Die "De-Dollarization".
Immer mehr Zentralbanken – allen voran aus den BRICS-Staaten und Osteuropa – reduzieren aktiv ihre Bestände an US-Staatsanleihen. Der Grund ist ein rapider Vertrauensverlust:
- Waffe Währung: Die Nutzung des Dollars als politisches Druckmittel (Sanktionen) hat vielen Ländern gezeigt, dass Dollar-Reserven im Ernstfall eingefroren werden können. Gold hingegen gehört nur dem, der es besitzt.
- Schulden-Spirale: Die US-Staatsverschuldung ist 2025 weiter explodiert. Das Risiko einer Entwertung des "Greenbacks" treibt Währungshüter in den einzigen neutralen Reserve-Asset: Physisches Gold.
Wer hält das meiste Gold? (Top 12 Zentralbanken)
Die offiziellen Goldreserven sind 2025 auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Besonders China und Polen fielen zuletzt durch massive Zukäufe auf.
| Rang | Land / Institution | Goldreserven (in Tonnen) | Trend 2025 |
|---|---|---|---|
| 1 | USA | 8.133 | Unverändert |
| 2 | Deutschland | 3.352 | Stabil |
| 3 | Italien | 2.452 | Stabil |
| 4 | Frankreich | 2.437 | Stabil |
| 5 | Russland | 2.333 | Leicht steigend |
| 6 | China | 2.304 | Stark steigend |
| 7 | Schweiz | 1.040 | Stabil |
| 8 | Indien | 880 | Stark steigend |
| 9 | Japan | 846 | Stabil |
| 10 | Niederlande | 612 | Stabil |
| 11 | Türkei | 605 | Volatil / Steigend |
| 12 | Polen | 520 | Massiv steigend |
Stand: Dezember 2025. Quellen: World Gold Council / IWF Schätzungen.
Silber & Ausblick: Goldman Sachs sieht 5.000 $
Auch Silber profitiert von diesem monetären Erwachen und notiert knapp unter 70 US-Dollar (+140 % YTD). Experten von Goldman Sachs sehen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. In ihrer neuesten Studie heben sie das Kursziel für Gold auf 5.000 US-Dollar für 2026 an, getrieben durch die "unstillbare Nachfrage der Zentralbanken".
Fazit: Tun Sie es den Zentralbanken gleich
Wenn die mächtigsten Finanzinstitutionen der Welt ihr Geld aus ungedeckten Papierwährungen in physisches Gold umschichten, sollten Privatanleger aufhorchen. Zentralbanken kaufen Gold nicht, um reich zu werden, sondern um reich zu bleiben.
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Bleiben Sie weitsichtig
Ihr Nils Gregersen
