Ein Blick auf die heutigen Kurstafeln gleicht einer Offenbarung für jeden, der in den letzten zwei Jahren die "alte Welt" der Finanzen totgesagt hat. Während die Krypto-Community noch immer auf die versprochene Mondlandung wartet, haben Gold und Silber still und heimlich die Stratosphäre verlassen.
Mit einem Goldpreis von über 4.720 US-Dollar und Silber, das an der 95-Dollar-Marke kratzt, erleben wir eine historische Neubewertung von Sachwerten. Doch warum outperformen die glänzenden Metalle gerade jetzt die digitalen Assets Bitcoin und Ethereum so massiv? Die Antwort liegt in einem explosiven Cocktail aus Geopolitik, Donald Trumps erneuten Grönland-Ambitionen und einem drohenden Handelskrieg.
Nichts verdeutlicht die aktuelle Marktlage besser als die nackten Zahlen. Stellen wir uns vor, Sie hätten vor genau zwei Jahren, im Januar 2024, jeweils 100.000 Euro in die vier größten Assets investiert. Das Ergebnis im Januar 2026 ist verblüffend:
| Asset | Kurs Jan 2024 (ca.) | Kurs Jan 2026 (Heute) | Wert des 100k Depots heute |
|---|---|---|---|
| Silber 🥈 | 21,00 € | 80,80 € | ~ 384.760 € |
| Gold 🥇 | 1.860 € | 4.039 € | ~ 217.150 € |
| Bitcoin ₿ | 38.500 € | 77.680 € | ~ 201.760 € |
| Ethereum ⟠ | 2.300 € | 2.652 € | ~ 115.300 € |
Hinweis: Historische Kurse sind Durchschnittswerte von Jan 2024. Aktuelle Kurse basieren auf Marktdaten vom 20.01.2026. Wechselkursschwankungen berücksichtigt.
Das Ergebnis spricht Bände: Silber ist der absolute Gewinner und hat den Einsatz fast vervierfacht. Gold hat sich mehr als verdoppelt und liegt stabil vor Bitcoin. Ethereum hingegen ist der große Verlierer dieses Zyklus und konnte die Inflation kaum schlagen.
Warum fliehen Anleger aus Risiko-Assets (Risk-On) wie Krypto und stürzen sich in Rohstoffe? Ein wesentlicher Treiber ist die aggressive Wirtschaftspolitik der USA. Die erneuten Diskussionen um einen Kauf von Grönland durch die US-Administration unter Trump sind mehr als nur eine kuriose Schlagzeile. Es ist ein Signal: Der Kampf um strategische Ressourcen (Seltene Erden, Metalle) ist eröffnet.
Wenn die größte Volkswirtschaft der Welt territoriale Erweiterungen in Erwägung zieht, um Rohstoffe zu sichern, signalisiert dies dem Markt vor allem eines: Physische Knappheit ist das Thema des Jahrzehnts.
Gleichzeitig verschärft sich der globale Zollstreit. Neue Importzölle von bis zu 60 % auf asiatische Waren und 20 % auf europäische Güter haben die globalen Lieferketten erschüttert. Die Folge ist eine klassische Stagflation:
In diesem Umfeld ist Bitcoin, das sich immer noch stark wie eine Tech-Aktie (Nasdaq-Korrelation) verhält, zu riskant für institutionelle Anleger. Gold und Silber hingegen blühen in stagflationären Phasen auf, da sie kein Gegenparteirisiko besitzen.
Die Zinskurven sind invertiert, und die Industrieproduktion in Europa stottert. Viele Indikatoren deuten darauf hin, dass wir 2026 in eine harte Rezession steuern. In Krisenzeiten zählt Liquidität und Sicherheit.
Während Ethereum mit hohen Transaktionsgebühren und sinkender Netzwerkaktivität kämpft und Bitcoin bei 90.000 USD auf einen massiven Widerstand trifft, bietet Silber einen doppelten Boden: Es ist monetäres Metall (Schutz vor Inflation) und unverzichtbares Industriemetall (Schutz vor Knappheit) zugleich.
Die Performance-Tabelle lügt nicht. Wer in den letzten zwei Jahren auf "Digitales Gold" setzte, hat gut verdient, aber wer auf echtes Gold und Silber setzte, hat den Jackpot geknackt – und das bei deutlich ruhigerem Schlaf.
In einer Welt, in der Handelskriege eskalieren und Ressourcen zur nationalen Sicherheitsfrage werden, gehört physisches Eigentum in jedes Portfolio. Mit der Spargold App können Sie innerhalb weniger Minuten in physische Edelmetalle investieren. Ob Silber als Rendite-Turbo oder Gold als Fels in der Brandung: Mit wenigen Klicks sichern Sie sich Ihren Anteil an den limitierten Ressourcen dieser Welt.
Bleiben Sie weitsichtig
Ihr Nils Gregersen
