Die geopolitische Weltkarte hat sich verändert, und mit ihr das Vertrauen in alte Bündnisse. Ein Thema, das lange Zeit nur in Nischenforen diskutiert wurde, erreicht nun den politischen Mainstream in Berlin: Die Sicherheit der deutschen Goldreserven in den USA.
Mit 3.378 Tonnen besitzt Deutschland den zweitgrößten Goldschatz der Welt – ein Garant für Stabilität in unsicheren Zeiten. Doch ein gigantischer Teil davon, exakt 1.236 Tonnen im Wert von rund 164 Milliarden Euro, liegt nicht in Frankfurt, sondern in den tiefen Kellern der Federal Reserve (Fed) in New York.
Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat nun eine Debatte angestoßen, die der Bundesbank Kopfzerbrechen bereitet: Ist dieses Gold unter der Präsidentschaft von Donald Trump noch sicher, oder droht es zum politischen „Faustpfand“ zu werden?
Um die Brisanz der Lage zu verstehen, lohnt ein Blick auf die aktuellen Lagerstätten (Stand Anfang 2026):
Historisch gesehen lag das Gold im Ausland, um es im Kalten Krieg vor einem Zugriff aus dem Osten zu schützen. Doch Kritiker argumentieren: Der Kalte Krieg ist vorbei, und die neue Bedrohung ist die Unberechenbarkeit des engsten Verbündeten.
Die Forderungen aus der Politik sind deutlich. Strack-Zimmermann warnte im Spiegel und gegenüber dem Tagesspiegel, dass Deutschland keine „uneingeschränkte physische Kontrolle“ über die Bestände in New York habe. Ihre Sorge: In einem Handelskrieg oder diplomatischen Konflikt könnte die US-Regierung den Zugriff auf das Gold verweigern.
„Es kann morgen schon so sein, dass plötzlich die amerikanische Regierung sagt: 'Wir behalten jetzt die Goldreserven als Faustpfand'.“ – Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Goldexperte (zitiert via ARD/Tagesschau)
Auch die Grünen und Experten wie der frühere Bundesbank-Forschungsleiter Emanuel Mönch plädieren im Handelsblatt für eine größere strategische Unabhängigkeit. Das Argument: Gold ist nur dann eine echte Reserve, wenn man im Ernstfall auch physisch darauf zugreifen kann.
Dies ist die Frage, die Verschwörungstheoretiker seit Jahrzehnten umtreibt, die nun aber auch nüchterne Analytiker stellen. Wann wurde das Gold zuletzt wirklich gezählt?
Die Bundesbank betont stets, dass sie volles Vertrauen in die Fed habe. Zwischen 2013 und 2017 wurden im Rahmen einer Teil-Rückholung rund 300 Tonnen aus New York nach Frankfurt gebracht. Bei diesen Barren wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Dennoch bleibt ein kritischer Punkt:
Warum holt Bundesbank-Präsident Joachim Nagel das Gold nicht einfach nach Hause? Die Antwort liegt in der Geopolitik und der Marktmechanik.
Ein kompletter Abzug der deutschen Reserven wäre ein diplomatischer Eklat. Es wäre das ultimative Misstrauensvotum der größten europäischen Volkswirtschaft gegen den US-Dollar und die US-Regierung. Dies könnte:
Die Bundesbank argumentiert pragmatisch: Gold in New York dient der Liquidität. Da der Goldhandel weltweit primär in US-Dollar abgewickelt wird, kann das Gold vor Ort in New York binnen Sekunden gegen Devisen getauscht werden, um die Währung zu stützen. Läge das Gold in Frankfurt, müsste es erst physisch transportiert werden – in einer Krise ein logistischer Albtraum.
Die Debatte um das deutsche Gold zeigt eines deutlich: In einer Welt, in der „America First“ gilt, müssen auch europäische Staaten ihre Naivität ablegen. Gold, auf das man keinen direkten Zugriff hat, ist im Ernstfall nur ein Versprechen auf Papier.
Was für den Staat gilt, gilt erst recht für den Privatanleger. Zertifikate, ETFs oder Goldkonten bei einer Bank sind bequem, bergen aber immer ein Gegenparteirisiko. Wenn selbst die Bundesrepublik Deutschland um den Zugriff auf ihr Eigentum bangen muss, wie sicher fühlen Sie sich dann mit einem bloßen Anspruch auf Papier?
Die Lösung ist physisches Eigentum. Mit der Spargold App machen Sie sich unabhängig von geopolitischen Spielchen. Sie kaufen echtes, physisches Gold und Silber, das sicher für Sie verwahrt wird – aber immer zu 100 % Ihr rechtliches Eigentum bleibt. Keine Zettelwirtschaft, kein Zugriff Dritter. Holen Sie sich Ihre persönliche „Goldreserve“ in die eigene Kontrolle.
Bleiben Sie souverän,
Ihr Nils Gregersen
